Archiv für Juli 2011

Piratengestaltung

Sonntag, 31. Juli 2011

Politik ist ja immer so ein leidiges Thema, wenn es um visuelle Gestaltung geht – mal mehr, mal weniger. Doch ab und an, gibt es halt auch sehr ansprechende Gestaltung, die man, abgesehen von deren Inhalt, einfach mal so genießen sollte. Denn C wie Zukunft ist nicht nur lächerlich sondern auch langweilig, da schau ich mir doch lieber die Piratenpartei an, mit ihren aktuellen diesjährigen Wahlplakaten für Berlin.

Die Motive wurden von fRED, Lotte Steenbrink, Peter Amende und der anne* Grumbrecht gestaltet:

“Generell wollten wir eine sehr persönliche Kampagne machen und für Berlin ein wenig mehr frische in die Piratengestaltung gießen, …”

Piratenpartei - Ich will so leben wie ich bin
Motiv: Piratenpartei – Ich will so leben wie ich bin

Piratenpartei - Wahlrecht fur alle Berliner
Motiv: Piratenpartei – Wahlrecht fur alle Berliner

Piratenpartei - 847.870 wählern gefällt das
Motiv: Piratenpartei – 847.870 wählern gefällt das

Weitere Motive dieser Plakatkampagne der Piratenpartei gibt es im Album von Hans Carlos Hofmann auf Google+.

FreeFont: Hero

Freitag, 22. Juli 2011

Type: Hero
Weight: Regular, Light
Designer: Svetoslav Simov
Foundry: Fontfabric
Download: OTF

FreeFont Hero

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Ich fahr mal zum Medientechnologe Druck …

Donnerstag, 21. Juli 2011

So oder so ähnlich könnte sich das bald und dann in Zukunft in vielen Betrieben anhören, die bisher den Begriff Drucker, für den Dienstleister Drucker verwendet haben. Denn ab August diesen Jahres gelten folgende Neuerungen:

  • Drucker = Medientechnologe Druck
  • Siebdrucker = Medientechnologe Siebdruck
  • Buchbinder = Medientechnologe Druckverarbeiter
  • Flexografen (Flexodrucker) = Mediengestalter Flexografie
  • Verpackungsmittelmechaniker = Packmitteltechnologe für den Verpackungsmittelmechaniker

Also entweder bin ich extrem konservativ oder mag einfach die “alte Schule” oder diese neuen Begriffe sind wirklich Unwort tauglich.

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FontBook auf dem iPad

Donnerstag, 21. Juli 2011

So nach und nach kommen doch richtig interessante Apps auf dem Markt die auch für uns Gestalter immer interessanter werden. Primär natürlich auf dem iPad, doch wer weiß was so in Zukunft noch passiert. Wie auch immer, der FontShop ist ab Heute mit seiner FontBook iPad App, zu einen Preis von 4,99 €, im iTunes Store erhältlich. Da ich sie leider noch nicht selber testen kann, hier ein Auszug aus der offiziellen Pressemitteilung:

Fünf Jahre nach Erscheinen der vierten Auflage der gelben Schrift-Enzyklopädie schlägt FontShop ein neues Kapitel auf: die FontBook App fürs iPad. Sie funktioniert wie eine typografische Landkarte, kann Ansichten twittern oder per E-Mail versenden und bietet 620.000 Schriftmuster … was 35.000 Papierseiten oder zwanzig gedruckten FontBooks entspricht.

Obwohl sie den Begriff »Book« im Namen trägt, hat die iPad-App nichts mehr mit einem Buch gemein. Stattdessen bietet sie Recherchewege, die mit einem Druckwerk nur schwer zu bewerkstelligen sind oder gar nicht: zum Beispiel das direkte Vergleichen von Schriftschnitten, mit individuellem Musterwort, vor wechselnden farbigen Hintergründen.

»Kein anderes Buchformat profitiert mehr von der Digitalisierung als das Nachschlagewerk,« begründet FontShop-Vorstand und FontBook- Mitherausgeber Jürgen Siebert den Umzug aufs iPad und fährt fort: »Nie zuvor konnten wir derart viele Informationen und Abbildungen zu den zehntausenden ausgewählten Schriften liefern, noch dazu schneller und aktueller als je zuvor.« Neu erschienene Fonts können jederzeit in die App einfließen, ebenso redaktionelle Querverweise und Korrekturen.

Der Einstieg in den FontBook-Atlas ist denkbar einfach. Der Benutzer entscheidet sich entweder für eine der fünf Recherche-Pfade Schriftstil, -name, -designer, -hersteller und Entwurfsjahr, oder er startet die blitzschnelle Textsuche nach Fontfamilie, Designer oder Foundry. Statt der traditionellen sieben Schriftklassen Serif, Sans, Slab, Script, Blackletter, Display und Pi & Symbols bietet das digitale FontBook jetzt 35 Kategorien, denn jede der sieben Klassen wurde in fünf weitere Unterklassen aufgeschlüsselt. Für diese Aufgabe konnte die FontBook-Redaktion die Saarbrücker Schrifthistorikerin Prof. Indra Kupferschmid gewinnen, während die international renommierten Typografen Stephen Coles und Yves Peters wieder die stilistischen Querverweise betreuten.

Und ein kleiner Einblick:

FontBook iPad App

FontBook iPad App

Weitere Informationen erhält man unter www.fontbook.com.

Denkfehler zum Kommunikations-Design

Mittwoch, 20. Juli 2011

Schlimm genug wenn man solche Dinge als Gestalter erleiden muss, doch wenn man sie so geballt in einer Liste sieht und alle Punkte kennt, macht dies schon fast traurig:

  1. Eine bessere Qualität bemerkt sowieso niemand. »Glauben Sie etwa, dass wir mit dem neuen Cover ein Buch mehr verkaufen als mit dem alten?« »Warum braucht eine Unternehmen eine exklusive Schrift – geht’s uns so gut?«
  2. Der Auftraggeber hat immer recht. »Wir wissen, wie unsere Kunden ticken.« »Das verstehen unsere Kunden nie.«
  3. Für Kult(ur)marken arbeite ich gerne umsonst. »Mit diesem Job können Sie richtig gut Werbung für sich machen.« »Die Leute stehen Schlange für diesen Auftrag.«
  4. Ich muss das nicht verstehen, um es gut zu gestalten. »Machen Sie das mal schön!« »Am Inhalt wollten wir eigentlich nichts mehr ändern.«
  5. Visuelle Gestaltung muss man nicht lernen. »Jeder Mensch ist kreativ.« »Ich hab mir das schon mal von meinem Sohn bauen lassen.«
  6. Gute Gestaltung ist teuer. »Wir entwickeln das dann intern weiter.« »Wir haben da eine Studentin, die macht das fertig.«
  7. Designer sind Lieferanten. »Schicken Sie die Entwürfe in unser Sekretariat.« »Liefern Sie uns bitte noch die InDesign-Dateien.«
  8. Der zweite, dritte, vierte Vorschlag ist besser als der erste. »Können wir noch ein paar Alternativen sehen?« »Wir lassen das mal durch die Abteilungen gehen.«
  9. Die Digitalisierung hat Design schnell und einfach gemacht. »Ihr habt doch Computer dafür.« »Kann man nicht mal schnell die Schriftart ändern?«
  10. Ideen kosten nichts, nur deren Umsetzung. »Kein Briefing: Wir wollen den Prozess absichtlich offen halten.« »Zur Ideenfindung veranstalten wir einen Pitch mit drei Designbüros.«

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