Denkfehler zum Kommunikations-Design

Schlimm genug wenn man solche Dinge als Gestalter erleiden muss, doch wenn man sie so geballt in einer Liste sieht und alle Punkte kennt, macht dies schon fast traurig:

  1. Eine bessere Qualität bemerkt sowieso niemand. »Glauben Sie etwa, dass wir mit dem neuen Cover ein Buch mehr verkaufen als mit dem alten?« »Warum braucht eine Unternehmen eine exklusive Schrift – geht’s uns so gut?«
  2. Der Auftraggeber hat immer recht. »Wir wissen, wie unsere Kunden ticken.« »Das verstehen unsere Kunden nie.«
  3. Für Kult(ur)marken arbeite ich gerne umsonst. »Mit diesem Job können Sie richtig gut Werbung für sich machen.« »Die Leute stehen Schlange für diesen Auftrag.«
  4. Ich muss das nicht verstehen, um es gut zu gestalten. »Machen Sie das mal schön!« »Am Inhalt wollten wir eigentlich nichts mehr ändern.«
  5. Visuelle Gestaltung muss man nicht lernen. »Jeder Mensch ist kreativ.« »Ich hab mir das schon mal von meinem Sohn bauen lassen.«
  6. Gute Gestaltung ist teuer. »Wir entwickeln das dann intern weiter.« »Wir haben da eine Studentin, die macht das fertig.«
  7. Designer sind Lieferanten. »Schicken Sie die Entwürfe in unser Sekretariat.« »Liefern Sie uns bitte noch die InDesign-Dateien.«
  8. Der zweite, dritte, vierte Vorschlag ist besser als der erste. »Können wir noch ein paar Alternativen sehen?« »Wir lassen das mal durch die Abteilungen gehen.«
  9. Die Digitalisierung hat Design schnell und einfach gemacht. »Ihr habt doch Computer dafür.« »Kann man nicht mal schnell die Schriftart ändern?«
  10. Ideen kosten nichts, nur deren Umsetzung. »Kein Briefing: Wir wollen den Prozess absichtlich offen halten.« »Zur Ideenfindung veranstalten wir einen Pitch mit drei Designbüros.«

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